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Berlin - Ankunft im neuen Hauptbahnhof
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Frühling in Berlin - Der neue Hauptbahnhof Berlin
Am 29. März 2011 machte ich mich per
EC auf den Weg nach Dresden. Es war wohl der älteste
Zug
dieser Klasse, der auf der Strecke Hamburg - Prag -
Budapest verkehrte. Er ratterte und quietschte und
ruckelte über die Gleise - und mir
kam der Gedanke: "Hoffentlich sind die Radachsen noch
ok, bis ich
aussteige."
Kurz vor Berlin hatte ich die Nase voll. Die Vorstellung,
noch zweieinhalb Stunden in diesem wackligen
Abteil zu verbringen, ließ in mir den
Entschluss reifen,
in Berlin Hauptbahnhof auszusteigen.
Nun war dieser Bahnhof ein "Trauma" für mich, seit
ich mich dort ein Jahr zuvor hoffnungslos verirrte.
Doch weil die Sonne so schön durch die gläsernen
Dächer schien, überwand ich meine
Scheu und stieg in "Hauptbahnhof tief" aus. Der
Bahnhof
wirkte noch genauso groß und
überwältigend auf mich wie vor
einem Jahr. Aber da der Weg
bekanntlich dort hindruch führt, wo die "Angst"
lauert,
fing ich an, diesen architektonisch
gelungenen Irrgarten zu erforschen.
Nun möchte man meinen, Berlin-Hauptbahnhof, das bedeutet
Menschenmassen, Gehetze und Gedrängel.
Doch morgens um
10.30 Uhr war das
Gegenteil der Fall. Die endlosen Gänge auf unzähligen
Etagen
waren
so gut wie menschenleer. Es gab nicht mal jemanden, den man nach dem
"Weg" hätte fragen können.
So erforschte ich nach und nach alle Ebenen dieser mittleren
Großstadt. Ein bisschen schwindlich im Kopf war mir schon.
Doch nach einer halben Stunde verlor die Umgebung
ihren Schrecken für mich.
Ich weiß jetzt, wo die Züge nach Hamburg bzw.
Dresden
abfahren, wo es was zu essen gibt, wo das DB-Center ist und vor allem,
wo sich der Ausgang Richtung Brandenburger Tor befindet.
Es wird bestimmt nicht mein letzter Besuch im Hauptbahnhof Berlin
gewesen sein.
Winterreise nach Berlin
Raum der Stille Berlin
Brandenburger Tor
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