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Dünenlandschaften
Zerstörerisch wirkt das Meer an
Flachküsten. Hier ist seine Tätigkeit eine weg
spülende, aufsaugende. Zeugnis davon geben die Küsten
Norddeutschlands.
Ein großer Teil des einstmals vor ihnen lagernden Landes ist
verschwunden.
Das Festland wird durch mächtige Erdwälle, Deiche,
geschützt.
Einen natürlichen Schutz für solche Küsten
baut das Meer selbst auf in den
Dünen. Die Brandungswelle saugt nämlich nicht nur
auf, sondern hinterlässt,
zurücktretend, den ans Land geworfenen Sand, welcher trocknet
und als
körniger Staub von den landwärts wehenden Seewinden
fortgetrieben wird. Es
bilden sich Dünen. Jeder nur etwas erhabene Gegenstand hemmt
den Luftzug,
sodass dieser in eine drehnde Bewegung gerät und dadurch die
Kraft verliert,
den Sand noch weiter fort zu tragen. Derselbe häuft sich nun
vor dem Hindernis
an bis zu dessen Höhe, rollt dann hinüber auf die
Binnenseite und vereinigt
sich mit den schon hinüber getriebenen leichteren
Bestandteilen zu einem
Hügel - der Düne.
Dieselbe wächst seitlich und in die Höhe, bis der
Sturmwind die Spitze
umstürzt und dann an der Binnenseite das Spiel von Neuem
beginnt.
So liegen mehrere Dünenreihen hintereinander, die parallel zur
Linie der
andringenden Wellen verlaufen.
Die Seedünen steigen da am höchsten an, wo sie am
wenigsten durch
Seestürme zerrrissen werden. Selten erreichen sie ein
Höhe von 100 m, an
dert Deutschen Ostseeküste 60 m, an der Nordsee 30 m.
In
den
Dünen
von Christian Morgenstern
Weite, möwenüberkreiste
Dünentäler, menschenlose;
rechts die See und ihr Getose,
links das Haff, das sturmverwaiste.
Alte Dörfer in den Watten,
in der Flut und unterm Sande ...
Sonnenleuchten, Wolkenschatten
über einem Märchenlande ...
Christian Morgenstern (1871-1914)
des Freiherrn von
Münchhausen seltsame Reisen
Bauchgefühl
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