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 Georgische Dichter




Nikolos Barataschwili

wurde am 4.Dezember 1817 in Tbilissi (Hauptstadt von Georgien)
in der Familie eines armen Fürsten geboren. In der Kindheit fiel er von der
Treppe und blieb für immer lahm, deshalb wurde er in  den Militärdienst
nicht aufgenohmen und die Universität wurde auch für Ihn wegen der Armut
nicht zugänglich.
Er war gezwungen als Abschreiber zu arbeiten.
Bald wurde er gezwungen Georgien zu verlassen, nach der Stadt Gantscha
(Aserbeidzjan) zu ziehen, wo er verstarb.

Seine meisten Gedichte widmete er Georgien und der ersten Liebe, aber wegen
seiner Lähmung blieb auch diese Liebe ohne Erfolg. Die Fürstin Ekaterine
Tschawtschawadze heiratete den reichen Fürsten David Dadiani, obwohl sie
innerlich Nikolos Barataschwili liebte.
Nach dem Tode des Dichters( 1845) ließ Ekaterine Tschawtschawadze sein
Tagebuch mit 42 Gedichten, 1 Poem und 15 Briefen an Freunde und Verwandte
drucken.

Nikolos Barataschwili schrieb im Jahre 1843 seinem Onkel, dem bekannten
Dichter Grigol Orbeliani, Folgendes: "Meine innere Stimme prophezeit mir ein
bessers Los, mein Herz sagt mir, du bist nicht für dieses Leben geschaffen.
Sei nicht deinem Schicksal ergeben! Ich bin es auch nicht! Doch brauche ich
einen Menschen, der mich durch diesen Hohlweg ins Freie führt. Oh, wie frei
werde ich dann aufatmen, wie stolz werde ich um mich sehen!"

Ein anderes mal schrieb er einem Freund von seiner Sehnsucht: "Wenn es mir
möglich wäre, würde ich die Gesellschaft, die Menschen verlassen, um ein
friedlich stilles, patriarchalisches Leben in der freien Natur zu führen, welche in
unserer Heimat so erhaben, so wunderschön ist..."

Es soll hier noch erwähnt werden, daß Barataschwili tatsächlich mit seltener
Kraft die Schönheit seiner Heimat empfunden hat und auch andere diese
Schönheit fühlen und mitbewundern ließ.
Was jedoch das friedliche und stille Leben anbetrifft, so dürfen wir diesen von
einer vorübergehenden Laune beeinflußten Worten nicht glauben. Der Dichter
von "Merani" war natürlich nicht für ein stilles, abgeschiedenes Leben geboren.
Er war viel mehr unermüdlich Kämpfer für die Freiheit - Humanist und Prophet
eines neuen Lebens.


Einige vergleichen Barataschwili mit Byron, einige mit Lermontow, einige mit
Heine und Shelley.
Sicher ist kein Vergleich genau. Denn jeder von den genannten Dichtern besitzt
seine nur ihm allein eigene geistige Welt -  jeden beunruhigten die Leiden
seines eigenen Volkes - und jeder war durch die Eigentümlichkeiten seiner
Muttersprache gefesselt

© Archil Todua 2007

Bemerkung:

Die Texte auf dieser Seite spiegeln die Ansichten des Autors Archil Todua wider
und nicht meine eigenen Ansichten.
Karin Rohner 2007




Georgien: 
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