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Chronik von
Klingberg (1957)
4. Waldschänke
Klingberg
Schattenriss
in der Waldschänke Klingberg
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Die
Waldschänke Klingberg
Dort,
wo sich die
Fahrstraßen von
Schürsdorf, Ziegelhof-Klingberg, Gronenberg und der Waldweg
kreuzen, steht , von einer großen Linde
überschattet, ein Niedersächsisches Bauernhaus.
Dieses Haus ist über hundert Jahre alt und gilt als
Wahrzeichen der Siedlung Klingberg. Auf dem Rasen stehende Tische und
Stühle lassen sogleich das Gasthaus erkennen.
Tritt
man unter dem reetgedeckten, hohen Giebel durch das weite Tor, so
öffnet sich einem ein rechteckiger Saal. Von diesem Hauptsaal
zweigen einzelne Nieschen ab. Die Wandschränke enthalten nette
Sprüche. Auch die Wände sind mit Sprüchen
und Zeichnungen verziert. Der ganze Raum erweckt den Eindruck einer
Diele. Ursprünglich bildete dieser Saal die Diele des
Bauerhause Klingberg.
An
dieser Schänke vorbei führte einst die alte
Landstraße von Lübeck nach Neustadt. Da weit und
breit kein anderes Bauernhaus stand, kehrten die Fuhrleute gern hier
ein. Sie saßen dann bei einem gemütlichen
Klönschnack in der Diele und tranken ihr Bier. Die heutige
Waldschänke Klingberg war damals ein Fuhrmannskrug.
Erst
als die Schänke für den Gastbetrieb umgebaut
wurde, entstanden die Sprüche und Zeichnungen an den
Wänden. Inzwischen war die Diele zum Saal geworden, und die
Nieschen ergaben sich aus den angrenzenden Ställen.
Im
Laufe der Jahre musste der ehemalige Fuhrmannskrug noch viele
Veränderungen erfahren. Es wurde an- und umgebaut. Trotzdem
war und ist die Waldschänke Klingberg das meistbesuchte
Gasthaus Klingbergs. Das verdankt es seiner schönen und
vorteilhaften Lage.
©
Karin Rohner 2006
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