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Für die Kugelgestalt
unserer Erde gibt es mehrere Beweise:
1. Der Geschtskreis (Horizont) ist bei freier Aussicht überall
kreisförmig.
2. Wenn man sich über die Erdoberfläche erhebt, z.B
auf hohe Berge steigt,
so erweitert sich der Gesichtskreis.
3. Von sehr fernen Gegenständen, z.B. Bergen, sieht man nur
die oberen Teile.
Kommt man ihnen aber näher, so werden auch die unteren Teile
sichtbar.
Dieselbe Wahrnehmung macht man auf dem Meere bei Schiffen.
Wie bedeutend diese Wölbung auf dem Ozean schon von geringen
Entfernnungen wirkt, ergibt sich aus einem einfachen praktischen
Beispiel.
Wenn nämlich die Malayischen Seeräuber den rauch der
zu ihrer Verfolgung
ausgesandten Dampfer in der Ferne erblicken, so biegen sie mit ihren
Fahrzeugen in einem rechten Winkel zur Fahrlinie des Dampfers aus und
bringen somit die verdeckende Wölbung des Ozeans zwischen sich
und
den Verfolger.
4. Die Erde kann nach jeder Richtung umfahren werden.
5. Der Schatten der Erde ist bei Mondfinsternis stets
kreisförmig.
6. Östlichen Orten gehen alle Gestirne eher auf als
westlichen. Folglich ist
die Erde von Osten nach Westen gekrümmt. Wenn wir nach
Süden oder
Norden reisen, kommen am südlichen bzw. nördlichen
Himmel neue Gestirne
über den Horizont. Folglich ist die Erde auch von
Süden nach Norden
gekrümmt.
aus einem Erdkundebuch von 1892
Rund
(Triolett
zur
Kugelgestalt der Erde)
Ich bin verwirrt. Die Erde, die sei rund,
das lasse sich durch dies und das beweisen -
so plaudert es aus deinem süßen Mund.
Du tust mir kund, die Erde, die sei rund.
Sie habe etwa Kugelform. Na und!
Das schauen wir uns an, wir gehn auf Reisen.
Bestimmt sind auch noch andre Dinge rund.
Das wirst du mir dann hoffentlich beweisen.
© Oswald Köberl 2006
Swinemünde
- Amrum
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