|
|
Polaris - Grafik von Mike Strunck
|
| |
|
|
Die Ostsee - das Meer der versunkenen
Schiffe
Seit Menschen die Meere befahren, sind Schiffe gekentert, an Klippen
zerschellt, auf Sandbänken hängen geblieben oder im
Sturm
gesunken.
Die alten Schiffe sind längst abgewrackt. Nur die
Havaristen "leben" zeitlos
auf dem Meeresgrund weiter.
In den Tiefen der Ozeane ruhen unzählige Zeitzeugen,
unerreichbar für
Menschen.
In der verhältnismäßig flachen Ostsee
warten die gesunkenen Schiffe nur
ein paar Meter unter der
Wasseroberfläche auf ihre Entdecker. Mehr als
1000
Plätze, an denen Wracks liegen, sind inzwischen bekannt.
Aus
jüngerer Zeit - der Liegeplatz der "Estonia", gesunken
1994 zwischen den
schwedischen Schären - und die 1945
torpedierte "Wilhelm Gustloff".
Die meisten gesunkenen Schiffe und Seeleute schreiben keine
Schlagzeilen. Die Wracks bieten selten Schätze.
Manche Menschen behaupten, auf dem Grunde der Ostsee lägen bis
zu
8000 Schiffe. Durch die ständige Strömung werden
ständig neue freigespült.
Die Küstenländer suchen systematisch die Ostssee ab,
mit Schiffen und
aus der Luft. Dabei wurden nicht nur Wracks, sondern
auch alte
Siedlungen gefunden.
Manche Schiffe liegen noch aus Vor-Hansezeiten auf dem Grund. Das
bekannteste ist die Darßer Kogge aus dem 13. Jahrhundert. Sie
ist das
älteste, gut erhaltene Schiff der Ostsee.
Inzwischen bedeckt eine Hülle aus Plastikplanen und Sand das
Wrack,
um es vor Wrackräubern zu schützen.
Karin Rohner 2006
[Bernstein] - [Ostsee-Geschichten]
|
|
|
|
|
|