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Schottland
Die Schotten sind gut begabt, aber auch im Hochland nicht mehr so
kampfeslustig, wie sie Walter Scott, einer ihrer
größten Dichter, geschildert
hat, sondern
nüchtern, arbeitsam und sehr lernbegierig. Nur ein Teil der
Bewohner des nördlichen Hochlandes bewahrt noch die bekannte
Kleidertracht und die alten Sitten.
Einteilung in 33 Grafschaften (Counties).
Süd-Schottland
Edinburg, schottisch Edinbourgh, mit der verkehrsreichen Hafenstadt
Leigh,
340 00 Einw., südlich vom Busen des Forth.
Universität, romantische Lage,
überragt von St. Arthurs Sitz, auf drei
Hügelreihen von Westen nach Osten,
durch tiefe Schluchten voneinander getrennt und durch gewaltige
Brücken
miteinander verbunden. In der Altstadt der Palast Holyrood, d.h.
heiliges
Kreuz (Maria Stuart),
Glasgow, am Clyde, 570 000 Einw., erste Fabrikstadt, Hafen für
das
Schottische Kohlen- und Eisengebiet. Durch seine Lage ähnlich
begünstigt
wie Liverpool. Universität.
Greenock, am Clyde, blühender Seehafen, viel Schiffsbau.
Mittelschottland
Stirling, am oberen Forth, ehemals Sitz der schottischen
Könige.
Perth, am Tay, lange Zeit Hauptstadt des schottischen Reiches, mit dem
nahen Krönungsort Scone.
Dundee, 155 000 Einw., am Tay, mit dem größten
Leinwandhandel
Großbritanniens.
Aberdeen, 120 000 Einw., an der Mündung des Dee,
Universität.
Inverary, Inverness, am Nord-Ende des Caledonian Canals.
Nord-Schottland
Dazu gehören die öden, baumlosen Hebriden im Westen,
mehr als
300 Inseln, von denen etwa 100 bewohnt sind von 80 000 Kelten.
Viehzucht, Fisch- und Vogelfang. Größte Inseln sind
Skye, Lewis
und Mull. Die kleine Insel Staffa, mit den
Basaltsäulen und die Insel
Jona mit uralten, christlichen Gedenksteinen.
Die Orkney-Inseln, von 67 Inseln sind 29 bewohnt.
Die 117 Shetland-Inseln, mit etwa 30 000 Bewohnern auf 40 Inseln.
Um die größte, Mainland, sind kleinere herum
gelagert. Bis hierher
kommen in machen Jahren die Eisberge.
aus einem Erdkundebuch von 1892
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